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Beim Kauf einer Immobilie wird die Grunderwerbsteuer fällig, das ist den meisten Menschen bekannt. Dass aber beim Immobilienverkauf die Spekulationssteuer fällig werden kann, dürfte für manchen Hausbesitzer eine unangenehme Überraschung sein – gerade in Zeiten steigender Immobilienpreise.

 

Was ist die Spekulationssteuer?

Unter der Spekulationssteuer versteht man die Besteuerung von Gewinnen aus privaten Immobilienverkäufen, sofern zwischen Kauf und Verkauf eine bestimmte Frist unterschritten wird.

 

Die Spekulationssteuer im Überblick:

  • Die Spekulationsfrist liegt bei 10 Jahren
  • Der Verkauf von fremdgenutzten Immobilien und Grundstücken ist nur dann steuerfrei, wenn die zehnjährige Spekulationsfrist eingehalten wird.
  • Die Spekulationsfrist wird nicht fällig, wenn Sie die Immobilie ausschließlich selbst genutzt haben oder in den letzten drei Jahren zu eigenen Wohnzwecken genutzt wurde (§ 23 EStG).
  • Die Regelung zur Spekulationsfrist gilt auch für selbstgenutzte Ferienwohnungen oder Zweitwohnungen.
  • Drei-Objekt-Grenze: Werden mehr als drei Objekte innerhalb von fünf Jahren verkauft, gilt dies als gewerblicher Handel und die Spekulationssteuer fällt an.

 

Die Höhe der Spekulationssteuer hängt dabei von zwei Faktoren ab:

  1. vom Wertzuwachs
  2. von Ihrem Einkommensteuersatz

Das bedeutet, es gibt keine feste Regelung bezüglich der Höhe der Steuer, da der persönliche Steuersatz entscheidend ist.

 

Spekulationssteuer beachten

Private Veräußerungsgeschäfte von Grundstücken oder Immobilien führen in der Regel zur Steuerveranlagung, da Gewinne aus diesen Geschäften laut Einkommenssteuergesetz grundsätzlich steuerpflichtig sind.

Das bedeutet für private Immobilienbesitzer, dass der Fiskus in der Lage ist, Steuer zu verlangen. Voraussetzung ist, dass sie ihr Haus oder ihr Grundstück veräußern, um auf eine kurzfristige Wertsteigerung zu spekulieren.

 

Wann wird die Spekulationssteuer fällig?

Sollte man als Privatperson auf den Immobilienverkauf einer Steuer zahlen müssen, dann wird diese für das Jahr der Veräußerung fällig. Allerdings darf man Spekulationsverluste gegenrechnen, was die Steuer möglicherweise wieder mindert. Gewinnmindernd wirken sich auch Modernisierungskosten aus, sofern diese 15 Prozent der Anschaffungskosten übersteigen, ebenso Werbungskosten, Makler- oder Notargebühren.

Gerne beraten wir Sie fachkundig, um die Höhe der Steuer zu minimieren.  

 

Fazit:

Geduld! Wenn Sie ein vermietetes Haus oder eine vermietete Wohnung besitzen und die Immobilie stark im Wert gestiegen ist, sollten Sie die Immobilie idealerweise erst nach zehn Jahren verkaufen, um den Gewinn steuerfrei zu realisieren. Alternativ können Sie Eigenbedarf anmelden, die Wohnung im Jahr der Veräußerung und den beiden vorangegangen Jahren selbstnutzen, verkaufen und den Gewinn steuerfrei realisieren.